Erste Eindrücke von der WJAX2012


Heute gab es im Dev-Meeting schon einige Eindrücke von der diesjährigen WJAX von mir zu hören. Diese Punkte möchte ich nun an dieser Stelle noch einmal kurz zusammenfassen.

Neben Rucksäcken, T-Shirts und Kulis gab es auch dieses Jahr im Westin Grand Hotel in München wieder einige spannende Sessions. Vor der Eröffnung der eigentlichen Hauptkonferenz am Dienstag stand für mich am Montag ein REST-Workshop auf dem Programm.

Im Workshop wurde eine durchaus substanzielle und auch praxisnahe REST-Einführung von Stefan Tilkov, einem Verfechter dieses Ansatzes zur Integration heterogener Systeme, gegeben. Substanziell deshalb, weil man deutlich merkte, dass dieser Mann weiß, wovon er redet. Schließlich ist er nicht erst vor ein oder zwei Jahren auf den REST-Zug aufgesprungen, sondern publizierte schon zu Hoch-Zeiten des SOA-Hypes 2006/2007 zu diesem Thema. Es war zudem deutlich zu spüren, dass einiges an praktischem Know-How hinter seiner technolgieneutralen Einführung zu REST stand.

Zum Einnorden unserer leichtgewichtigen Platform-Webservices war diese Veranstaltung perfekt geeignet. Wir machen bewusst kein REST, nutzen die Architektur des Webs aber auch für unsere Webservices und tunneln diese Architektur nicht, so wie es der WS-* Webservice-Stack mit WSDL/SOAP tut. Unser Ansatz ist an dieser Stelle nicht ganz so dogmatisch wie der, den die REST-Gemeinde predigt, sondern an den meisten Stellen eher pragmatisch und damit robust, leicht verständlich, gut wartbar und sehr flexibel.

Tilkovs Dogma und eine seiner Kernaussagen ist an dieser Stelle ganz plakativ: „tunneling is eval“ und solle daher möglichst vermieden werden. Manchmal sei es allerdings auch schlichtweg der letzte Ausweg. Selbst die REST-Gemeinde müsse hier bspw. bei den HTTP-Methoden PUT und DELETE zu Kunstgriffen greifen und diese Zugriffe ggf. über POST tunneln. Der WS-* Webservice-Stack hingegen nutze HTTP ausschließlich als Tunnel. Das Web sei mit der Nutzung eines SOAP-Endpunkts laut Tilkov im wahrsten Sinne des Wortes „zu Ende“. Die Mechanismen, die HTTP zur Maschinen-Maschinen-Kommunikation von Haus aus mitbringe, lägen damit fasst vollständig brach. Dabei gäbe es genau hierzu, so rechnet Tilkov mit SOAP und WSDL ab, im HTTP-Protokoll bereits vielfältige Möglichkeiten: URIs zur global eindeutigen Identifikation von Ressourcen, HTTP-Methoden um auf diesen Ressourcen zu arbeiten, Hypermedia zu deren Verlinkung, Content-Negotiation um sie in unterschiedlichsten Formaten maschinenlesbar bereitzustellen und HTTP-Caching zum effizienten Zugriff.

Dieser Artikel wurde verschlagwortet unter:


Kommentare

Selber kommentieren:






Weitere Beiträge zum Thema Technologie


Einrichten des GoogleTagManagers

Autor*in:


Technologie


Zum Hintergrund: seit kurzem verwenden wir den GoogleTagManager(GTM) bei den Hörnerdörfern. Ziel ist es die diversen Analytics Accounts die hier verwendet werden (Bolsterlang, Fischen etc.) unter einen Hut zu bringen. Hierzu kann man im Tagmanager Profil Regeln und Tags erstellen, anhand derer das Tracking dann ausgeführt wird (dazu später mehr). Ermöglicht  wird das Ganze über …


Beitrag lesen
26
AUG
14

Servus, Magazin gråd extra Nr. 6!

Autor*in: Christine Pfleger


infomax   //   Strategie & Konzeption   //   Technologie   //   Tourismus   //   Über den Tellerrand   //   User Experience & Design


Die gerade erschienene sechste Ausgabe unseres Magazins gråd extra befasst sich mit dem Schwerpunkt Verbindungen | Mensch-Maschine. Wir spüren diesen Verbindungen nach und liefern Impulse für deren Inwertsetzung. Ein Blick ins Magazin.


Beitrag lesen
27
JUL
22

imx.Platform News: Datenqualität, automatische Regionszuordnung und Referenzlisten für Touren & Veranstaltungen

Autor*in: Ina Fuchshuber


infomax   //   Technologie


imx.Platform
imx.Platform - das Datenmanagement-System von infomax

Was rührt sich in der imx.Platform-Entwicklung? Wir wollen Ihnen zukünftig wieder regelmäßig Einblick geben in neue Features und Optimierungen Ihrer imx.Platform – hier auf unserem Blog, sowie per Email. Ankündigung imx.Platform 3: Werden Sie Beta-User der überarbeiteten Medienverwaltung! Danke für Ihr Feedback über die letzten Wochen! Wir überarbeiten derzeit die Medienverwaltung und erste Kunden nutzen …


Beitrag lesen
17
AUG
22

Out now: gråd extra, Ausgabe 4!

Autor*in: Christine Pfleger


infomax   //   Projekte   //   Strategie & Konzeption   //   Technologie   //   Tourismus   //   Über den Tellerrand   //   User Experience & Design


gråd extra - Das Magazin für e-Tourism | Ausgabe 4 | 2018 | Schwerpunkt "Ideen"
gråd extra - Das Magazin für e-Tourism | Ausgabe 4 | 2018 | Schwerpunkt "Ideen"

Es ist geschafft und wir sind sowas von stolz: Die vierte Ausgabe unseres Magazins gråd extra ist erschienen! Auf 78 Seiten haben wir uns ganz und gar dem Schwerpunkt „Ideen“ verschrieben.


Beitrag lesen
07
DEZ
18