OOP 2015 – Tag 1

Datum: 27. Januar 2015
Autor*in: Marc Kurzmann


Auch dieses Jahr haben die Organisatoren die OOP voll mit interessanten Themen gespickt, vornehmlich aus den Bereichen Software-Architektur, Projekt-Management, agile Prozesse und Technologietrends.
Begonnen hat es für mich heute früh mit der Session „NoSQL in transaktionalen Enterprisesystemen“ aus dem Themenslot „Trends & Techniques“. Während der erste Teil des Vortrags einen interessanten Überblick über die NoSQL-Datenbanken und die grundsätzliche Einteilung auf ACID- versus BASE-unterstützend gegeben hat, ging der anschließende Teil dann tiefer auf das Anwendungsszenario Caching und Verteilung auf mehreren Systemen ein. Ein denkbarer Ansatz, um Ausfallsicherheit, Lastverteilung und Trennung der Read-Only-Services unserer Produkte vom eigentlichen imx.Platform-Kern zu entkoppeln.
Im Anschluss ging’s gleich weiter mit der ersten Keynote über den Stand und Trends zum Thema „Internet of Things“ aus dem Forschungslabor von Intel. Quintessenz: Internet of Things benötigt insbesondere eine skalierbare, intelligente, und sichere Umgebung. Gerade unter dem Aspekt, dass der Trend dahin gehen wird, dass immer mehr aus der realen Welt in eine modellierte Computerwelt landen wird, und Systeme möglicherweise unerkannt untereinander kommunizieren, von denen wir im Moment noch nicht mal im entferntesten eine Ahnung haben, habe ich nicht nur gute Gefühle dabei. Insbesondere der Sicherheitsaspekt ist hier m.E. der kritischte Faktor, denn wie lässt es sich sicherstellen, dass ein „Thing“ nicht plötzlich mit einem anderen „Thing“ kommuniziert ohne dass wir davon etwas mitbekommen? Schon relativ viel Ideen wurden z.B. bei der Heim-Automatisierung oder im Automobil-Bereich (Kommunikation der Autos untereinander z.B. bzgl. Staus etc.) entwickelt.
Um ein gänzlich anderes Thema – eher nicht-technischer Natur ging es dann im nächsten Vortrag: „Laughing at the workspace“. Die Hauptaussage hier: glückliche Menschen sind produktiver. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass wir möglichst alles daran setzen sollten, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, die uns glücklich werden lässt. Welche Ansätze es dazu gibt, war mir zwar großteils nicht unbekannt – es war aber trotzdem gut, es nochmal aufgefrischt zu bekommen. Vielleicht werden wir demnächst dann ja alle mit einem breiten Grinsen durch die Flure laufen …
Die zweite Keynote ging dann ähnlich weiter – mit dem Thema „Soziokratie“. Hier geht es darum, wie eine Struktur in Unternehmen geschaffen werden kann, um die Vorteile von autokratischen Entscheidungen (Schnelligkeit) mit den Vorteilen der Demokratie (Mitbestimmung) zu kombinieren.
Zum guten Schluss behandelten die beiden letzten Vorträge schwerpunktmäßig das Thema Javascript – einerseits als rein client-/browserseitige Technologie mit AngularJS, anderseits im servserseitigen Einsatz im Projekt Avatar.js, das es ermöglicht über das Java-Nashorn-Projekt eine komplette Node.js in der JVM lauffähig zu machen, mit seinen ganzen Vorteilen, wie z.B. Nutzung der kompletten Java-Bibliotheken, etc. Da fallen mir auf Anhieb ein paar interessante „Forschungsthemen“ für unseren Werkstudenten, oder für eine Abschlussarbeit ein…
Zwischenfazit: viele interessante Vorträge aus vielfältig unterschiedlichen Bereichen, so kann’s weiter gehen – bin schon gespannt auf den Tag morgen.


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