imx.Conference 2026: Hype oder Impact?

Vier Jahre – so lange ist die letzte imx.Conference als inspirative Fachveranstaltung für Touristiker*innen im deutschsprachigen Raum bereits her. Unter dem Motto „Digital Tourism 2027+ | Vom Hype zum Impact.“ luden wir unser Kunden wieder zu einem Tag voller Inspiration, Austausch und konkreter Impulse für die Zukunft digitaler Anwendungen in Tourismus, Mobilität und Medien ein.

Zu Gast waren wir in einer idyllischen Region ganz im Süden von Deutschland: dem Berchtesgadener Talkessel, wo „Milch und Honig fließen“, so zumindest unser Moderator und Einheimischer Sebastian „Wasti“ Rasp. Und was für eine Idylle: strahlend blauer Himmel, berühmte Bergspitzen und Butterbrezn empfangen die rund 80 Gäste im Kulturhof Stanggass. Von Hamburg bis Niederösterreich, aus der Eifel und Hannover ist die Branche angereist: Entscheider in Tourismus, Mobilität und Medien, Digital- und Marketingexperten, IT-Verantwortliche und Destinationsberater.

Alle bewundern sie das spektakuläre Bergpanorama, was sich hinter der gewaltigen Fensterfront des Festsaal erhebt. Den ganzen Tag könnte man hier stehen, staunen und doch gäbe es immer noch was zu entdecken. Gut, dass Wasti den Ausblick gewöhnt ist und alle daran erinnert, warum sie eigentlich hier sind. Tosender Applaus und die imx.Conference 2026 ist eröffnet. Mit Robert Klauser und Christian Heindl stehen beide Geschäftsführer der infomax websolutions GmbH auf der Bühne, um Gäste und Mitarbeiter*innen willkommen zu heißen.

Digital Tourism 2027+
Vom Hype zum Impact.

Die folgenden Stunden bieten eine Bandbreite an Sessions, Workshops und Keynotes zu Digitalem Tourismus und smartem Datenmanagement, immer mit dem Anspruch konkrete Impulse und Mehrwert statt nur Buzzwords zu liefern. Zur Auswahl stehen meist zwei Angebote, die parallel im Festsaal und einem Nebengebäude des Kulturhof stattfinden.

KI ist kein Reparaturbetrieb für strukturelle Defizite.

Robert Klauser, Geschäftsführer infomax websolutions GmbH

In der Keynote „Vom Hype zum Impact: worauf es im Digital Tourism jetzt ankommt“ hinterfragt Robert Klauser unklare Geschäftsmodellen und fehlende Zieldefinitionen insbesondere im KI-Zeitalter kritisch. Er identifiziert fünf wichtige Problemfelder und kommt zu dem Schluss, dass bei einer guten Strategie in Kombination mit KI skalierbare Exzellenz entstehen kann. Voraussetzung dafür ist eine souveräne Datenarchitektur, um echte Datenhoheit zu erlangen. Als konkrete Lösung empfiehlt der infomax-Geschäftsführer unter anderem eine API für Alles.

So kanns gehen und so funktionierts nicht, das zeigen Eva Monning vom ADAC und Sarita Patel vom Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden in den Best Practice Sessions. Aus der Praxis berichten sie jeweils von ihren aktuellen Digitalprojekten. In Berchtesgaden war das der aufwendige Relaunch von berchtesgaden.de – mit der wichtigen Erkenntnis, dass Stammdaten- und Produkt-Management in und für Buchungssysteme aufwendiger sind als gedacht. Der ADAC hat einen KI-Reisechat umgesetzt, der genau deshalb eine vertrauenswürdige Reiseberatung abbildet, weil die Daten verlässlich und hochwertig sind. Insbesondere in Zeiten von KI ist also gutes Content- und Datenmanagement wichtiger denn je.

Kreativ, explorativ und methodisch aufgebaut ist das „Tangible AI Lab“ von Prof. Ina Fuchshuber und Prof. Dr.-Ing. Lukas Flohr. Die beiden Professoren der TH Rosenheim (Champus Chiemgau) bringen neben den neuesten Erkenntnissen aus dem Themenfeld KI auch zahlreiche Technologien, darunter Wearables und Sensorik hands-on, zum Ausprobieren mit. In Gruppen entdecken die Teilnehmer*innen gemeinsam neue touristische Daten und entwickeln Ideen für hyperlokale, unkonventionelle Daten und deren Erhebung. Dabei geht es weniger um die perfekte Lösung, sondern vermehrt um neue Perspektiven und der damit verbundenen Anregung eigener Ideen.

Parallel stellt Christian Heindl in „Einsatzszenarien und Architekturen von KI-Agenten“ die Frage nach Sinn und Unsinn von KI-Agenten. Für die Anwendung von KI-Agenten empfiehlt er von Anfang an strategische Klarheit und steckt sinnvolle Rahmenbedingungen ab. Wie gut der Agent performt und skalierbar ist, hängt wiederum von der Architektur ab und sollte wohl überlegt sein, so der Technische Geschäftsführer. Wie der Einfluss von KI sich auf Designprozesse auswirkt, präsentiert Axel Güldner (Creative Director) in „UI Design mit Google Stitch vs. Figma + Claude Code„. Fest steht, dass Agenten und Menschen sehr unterschiedliche Bedürfnisse an Websites haben. Gutes Design ist vielmehr als nur stimmige Farben, vor allem jahrelange Erfahrung des Designers und ein entsprechendes Konzept für die UX.

Nach der Mittagspause dann der Klassiker GTST („Gute Tickets <> Schlechte Tickets“) mit Anton Straßer (Accountmanager), das bedeutet lustige Einblicke in den realen (Ticket-)Irrsinn und Support-Alltag bei infomax. Phil Jope (Software-Entwickler) und Christian Heindl plaudern aus dem Entwickler-Nähkästchen und zeigen „Wie KI-Agenten infomax in der Entwicklung unterstützen„, warum es aber nach wie vor noch Menschen braucht. Alexander Redmann (Software-Entwickler) erläutert „Was der Iran-Krieg mit dem infomax Datacenter zu tun hat“ und vor welchen Herausforderungen in Bezug auf Last, Verfügbarkeit und Performance die infomax Cloud in den letzten Monaten stand. Axel Güldner nimmt die Zuhörer*innen mit auf eine Zeitreise: „Das Independent Web. Eine Gegenbewegung zur perfekt uniformierten Web 3.0 Welt.“ Im Publikum sowohl Millennials als auch GenZ, die beide gleichermaßen den Designstil Frutiger Aero als Trend bzw. wiederbelebten Trend ihrer Jugend kennen.

Als Highlight am Nachmittag zeigen Lorena Meyer (Leiterin Produktmanagement) und Phil Jope „MCP in action“ und präsentieren Anwendungsbeispiele für smarte Agenten im Datenmanagement. Mit dem MCP-Endpunkt der imx.Platform CDA können Anwender*innen mit dem eigenen Datenbestand chatten und es ergeben sich zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten. Lorena Meyer sieht darin viel Potential und nennt konkrete Beispiele für die Contentoptimierung, in der Redaktionsplanung und für Kampagnen, im Customer Service bzw. der Beratung sowie im Bereich Datenauswertung und Controlling.

Die imx.Conference 2026 war geprägt von vielfältigem Input, Austausch auf Augenhöhe und dem Grundgedanken, dass KI ein hilfreiches Tool mit viel Impact sein kann, wenn sie richtig eingesetzt wird. KI ist kein Wundermittel und erfordert eine gute strategische Grundlage für langfristige Wertschöpfung. Dafür gaben die Referent*innen zahlreiche konkrete Lösungsansätze mit auf den Weg.

Rahmenprogramm mit Bergblick

Nach der imx.Conference machen wir am Nachmittag die Bergidylle erlebbar. Ob beim Spaziergang zum Malerwinkel am Königssee mit Erfrischungsbad, im angenehm kühlen Salzbergwerk zur Führung oder dem interaktiven Entdecken im Haus der Berge – jeder bekommt die Chance, tolle Erinnerungen an Berchtesgaden zu sammeln. Gleichzeitig steht diese einmalige Region im Vordergrund und spricht für sich.

Sommerfest am Abend

Als Ausklang des intensiven Tages genießen wir bei leckerem Essen und kalten Getränken einen herrlichen Sommerabend: Von der Terrasse beobachten wir, wie die letzten Sonnenstrahlen die gewaltigen Zacken von Watzmann und Hochkalter in sanftes Licht tauchen.

Im Festsaal applaudieren wir für Mitarbeiter-Jubiläen und jahrelange Kunden für die erfolgreiche Zusammenarbeit: Anton Straßer und Magdalena Piller (Software-Entwicklerin) sind seit zehn Jahren bei infomax, Regina Staller (Software-Entwicklerin) sogar schon das elfte Jahr. Danke für Eure jahrelange und engagierte Mitarbeit. Ihr seid eine Bereicherung für das Team! Auf die nächsten Jahre mit Euch.

Bei der abschließenden Talkrunde mit (ehemaligen) Profisportlern aus dem #Teaminfomax erzählen Anian Sossau-Daubermann (Langlauf), Charlotta de Buhr (Biathlon), Florian Knopf (ehem. Langlauf) und Marion Deigentesch (ehem. Biathlon) gemeinsam mit Robert Klauser von ihrer Verbindung zu infomax sowie den Höhen und Tiefen einer Profikarriere. Aus verschiedenen Perspektiven wird die besondere Welt des Wintersports nahbar und ermöglicht Einblicke in die Menschen dahinter.

Danke

Ein großes Dankeschön an unsere Gastgeber: Das gesamte Team vom Kulturhof Stanggass, die alle Wünsche bestens erfüllt haben, und an Sarita Patel sowie Sepp Wurm vom Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden für die großartige Unterstützung beim „Heimspiel“. Danke an alle Referent*innen für Eure bereichernden Sessions und an Julia Hingerl für die super gute Eventorganisation! Und nicht zuletzt Danke an unseren Moderator Wasti Rasp für die treffende und authentische Moderation mit lokalem Bezug.

Lena Grothe

Managerin Marketing & Unternehmenskommunikation am Standort Grassau

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Lena Grothe

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