Grunt concurrent und time-grunt

Datum: 29. September 2016
Autor*in: Florian Müller


Gestern Abend bin ich auf einen Artikel gestoßen, welcher sich mit der Optimierung von Grunt Tasks beschäftigt hat. Vieles davon ist schon im Einsatz, aber eins hat dann doch noch gefehlt – die Parallelisierung. Dies habe ich heute morgen testweise bei einem Projekt integriert. Um vergleichbare Ergebnisse zu bekommen, welche unabhängig von anderen Build Tasks des Build Scripts sind, habe ich time-Grunt zum Einsatz gebracht.

Um Time-Grunt zu verwenden, muss der Task einmal via NPM installiert werden (npm install time-grunt --save-dev) und zum Gruntfile hinzugefügt werden (require('time-grunt')(grunt);). Das war es schon. Nun zeigt Grund nach allen Tasks eine Übersicht der Zeiten aller Tasks und die Gesamtzeit an.

Execution Time (2016-09-29 08:29:35 UTC+2)
loading tasks               2.1s  ▇▇▇ 9%
lesslint:src                5.9s  ▇▇▇▇▇▇▇▇▇ 24%
jshint:scripts              1.5s  ▇▇▇ 6%
jasmine:src                 1.4s  ▇▇ 6%
less:production             4.1s  ▇▇▇▇▇▇ 17%
uglify:production           5.3s  ▇▇▇▇▇▇▇▇ 22%
imagemin:dist               1.3s  ▇▇ 5%
filerev_replace:production  2.6s  ▇▇▇▇ 11%
Total 24.5s

Nun konnte ich mit der Parallelisierung der Grunt Tasks beginnen. Hierzu kam grunt-concurrent zum Einsatz. Um eine Vergleichbarkeit zu haben, habe ich den Grunt build Task mehrfach ausgeführt. Die Zeiten waren wie folgt:

  • 25.6s
  • 24.5s
  • 24.6s

Mittelwert: 24.9s

Nun habe ich Concurrent integriert. Die Syntax ist dabei denkbar einfach. Es werden einfach alle Tasks, die gleichzeitig lauten sollen, in ein Array geschrieben.

module.exports = {
  production: [
    'less:production',
    'uglify:production',
    'copy',
    'imagemin'
  ]
};

Nun wurde in der aliases.js der entsprechende Part durch concurrent ersetzt. Der Deployment Task sieht somit folgendermaßen aus:

...
  build: {
    ...
    tasks: [
      'test',
      'clean',
      'concurrent:production',
      'filerev',
      'filerev_replace',
      'filerev_assets',
      'usebanner'
    ]
  },
...

Hierbei war schon eine große Performance Optimierung von knapp 5 Sekunden zu bemerken. Klingt nicht viel, ist aber in Prozent ausgedrückt 20%.

  • 19.5s
  • 19.6s
  • 19.7s

Mittelwert: 19.6s

Nun ging es noch einen Schritt weiter. Ich habe zusammen mit Benni geschaut, welche Tasks man noch parallelisieren kann. Dabei kamen wir noch auf die Tests. Dazu habe ich die concurrent.js erweitert.

...
  test: [
    'lesslint',
    'jshint',
    'jasmine'
  ]
...

Dies wurde dann noch in die aliases.js eingetragen (concurrent:test).

Die Tests auf dem DEV ergaben folgende Ergebnisse:

  • 19.6s
  • 19.4s
  • 22.6s
  • 20.1s
  • 19.8s
  • 19.2s
  • 19.6s
  • 19.3s

Mittelwert: 19,95s

Auffällig hier sind die Ausreißer nach oben. Hier kann ich nur vermuten, dass diese durch zusätzliche Belastung des DEV kamen. Lässt man diese nun außen vor (19.8s-22.6s), so kommt man auf einen Mittelwert von 19.42 Sekunden. Wenn ein Test fehlschlägt, bricht sofort die ganze Abarbeitung an der Stelle ab und auch die anderen parallel laufenden Tasks werden gestoppt.

Insgesamt haben wir hiermit eine Performance Optimierung von 5,48 Sekunden.

Man muss Aufpassen, wenn man parallelisiert. Jeder Grunt Prozess lädt nochmals alle Tasks. Dies dauerte im Test jeweils 2.1s. Das muss man einrechnen, ob dann noch ein Performance Gewinn vorhanden ist. Auch kann nicht jeder Task parallel ablaufen, da sie aufeinander aufbauen oder beispielsweise nur durchgeführt werden dürfen, wenn der vorherige erfolgreich war (beispielsweise Löschen des dist Ordners darf nur passieren, wenn die Tests erfolgreich waren, damit immer gültiges JS und CSS vorhanden ist auf dem DEV).

Quelle: http://www.html5rocks.com/en/tutorials/tooling/supercharging-your-gruntfile/


Dieser Artikel wurde verschlagwortet unter:


Kommentare

Selber kommentieren:






Weitere Beiträge zum Thema Technologie


JAX 2015 – Tag 1

Autor*in:


Technologie


Dieses Jahr ging’s für mich zum ersten Mal nach Mainz zur JAX – der größten Java-Konferenz in Deutschland. Nach zwei Teilnahmen bei der WJAX in München, der kleinen Schwester der JAX, war ich natürlich gespannt, was in Mainz auf mich zukommen würde. Kontext und Schlüssel-Themen im Überblick Sebastian Meyen, Chefredakteur des Java-Magazins, eröffnete die Konferenz …


Beitrag lesen
24
APR
15

YouTube Data-API v2 ist tot.

Autor*in: Benjamin Hofmann


Technologie


Wer es noch nicht mitbekommen hat, Google stellt die Version 2 seiner Data API für YouTube ein. Die Ankündigung für die Abschaltung der v2-API kam bereits im März 2014. Mehr Informationen gibt es hier: https://www.googlewatchblog.de/2015/04/youtube-data-api-viele/ Einen Migration-Guide von Google gibt es hier: https://developers.google.com/youtube/v3/migration-guide


Beitrag lesen
22
APR
15

Twitter Account-ID auslesen

Autor*in: Stefan Oswald


Technologie


Twitter bemüht sich nach Kräften, die numerische ID seiner Benutzer-Accounts zu verstecken. Nur dumm, dass genau diese ID für die Twitter-Integration im imxSocialMediaReader benötigt wird… Früher war das kein Problem, da Twitter da noch auf der Tweet-Seite des Accounts öffentlich einen RSS-Link publizierte; das ist derzeit aber leider nicht mehr der Fall. Wie kommt man …


Beitrag lesen
20
OKT
11

Fancybox: JS-Fehler mit jQuery 1.9+

Autor*in: Stefan Oswald


Technologie


Die letzte freie Version von Fancybox (1.3.4) beinhaltet eine Inkompatibilität mit jQuery ab Version 1.9, da dort die Unterstützung für jQuery.browser eingestellt worden ist. Darauf will das Fancybox-Script aber zugreifen. Das hat zur Folge, dass es auf der Konsole des verwendeten Browsers zu einer Fehlermeldung kommt und dass ggf. sonstiger JavaScript Code auf der Seite …


Beitrag lesen
25
MRZ
14